… und anderes holpriges Terrain
Etwas verspätet melden wir uns nach der Weihnachtspause nun endich zurück. Inzwischen sind wir schon ein ganzes Stückchen weiter als hier beschrieben und es gibt sehr viel zu erzählen – aber eins nach dem anderen, wie die Klöße gegessen werden …
Nach drei Tagen Pause und einem zwar verregneten, aber sehr schönen Weihnachtsfest in Rotorua, wo Lukas vor vielen Jahren als Austauschschüler zur High School gegangen ist, haben wir uns am zweiten Weihnachtstag wieder am gleichen Ort absetzen lassen, wo unsere Räder noch auf uns warteten. Von dort aus ging es erstmal gute zwanzig relativ unspektakuläre Kilometer durch die Hügel, bevor wir an den Waikato River gelangten. An diesem führt über viele viele Kilometer ein Mountainbiketrail entlang, auf dem wir das letzte Stück des Tages fuhren. Von der schönen Natur hier konnten wir nicht ganz so viel aufnehmen, weil der Trail schmal ist und wir uns mit Gepäck und Trailer erstmal an diese Art des Fahrens auf losem Untergrund gewöhnen und ein bisschen Technik üben mussten.


Vorbei: Nach Weihnachten geht es weiter. Santa Claus sitzt wohl schon zu lange dort. Gut zielen: Übungen in Fahrtechnik auf dem Waikato River Trail
Übernachtet wurde heute in einer Backpackerunterkunft, die wir vollständig für uns alleine hatten. Der großzügige Garten bot jede Menge Gelegenheit für Karl, sich draußen noch ordentlich auszutoben und dann müde einzuschlafen. Der Sternenhimmel war spektakulär.
Tag 14 – 34 km – 458 Hm
Am nächsten Tag sind wir zum Glück gut losgekommen und relativ früh gestartet, denn heute standen viele Höhenmeter an, von denen der größte Teil auf geschottereten, sehr steilen Nebenstrecken zurückgelegt werden musste. Belohnt wurden wir mit einer rasenden Abfahrt und spektakulären Blicken.


Idyllisch – noch, schon bald lauert Fahrtechniktraining für Fortgeschrittene. Grün: Fahrrad und Fahrer verschwimmen hier regelmäßig mit dem Hintergrund.
An unserem Zielort angekommen mussten wir leider feststellen, dass sämtliche Unterkünfte im Ort ausgebucht waren und die einzige Möglichkeit war, am Seeufer zu campen. Ausgerechnet heute, nachdem Karl am Mittag einen größeren Windelzwischenfall verursacht hatte. In der ausgebuchten Lodge war die Dame von der Rezeption sehr hilfreich und hat uns die Gelgenheit gegeben, den kleinen Mann zu duschen. Leider kam es am gleichen Abend noch zu zwei weiteren Unfällen, sodass sich abzeichnete, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zuging. Schön war es am Seeufer allemal und am Nachmittag bei strahlender Sonne war auch noch ein bisschen Baden drin. Es waren aber sehr viele Leute dort und viele mit Motorbooten unterwegs, sodass es abends relativ lange laut war und Karl erst sehr spät geschlafen hat. Ahnungslos waren wir, was in ihm drin so vor sich hin brodelte und uns erwartete …
Tag 15 – 53 km – 771 Hm

Gute Nacht: »Papa trägt mich schon durch die Gegend, wenn es am See zu laut ist!«
Mehr Bilder und Videos gibt es wie immer hier: www.instagram.com/bikepackingfamily.cc
bikepackingfamily