Ein kleiner Überblick über das, was wir so dabei haben
Vielfach wurden wir schon auf unser Gepäck angesprochen, viele Leute sind interessiert daran, welche Ausrüstung wir bei uns haben. Daher kommt hier ein kleine Überblick darüber.
Bei der Auswahl mussten viele teilweise widersprüchliche Ziele berücksichtigt werden. Einerseits wollen wir natürlich so leicht wie möglich reisen und so wenig Gewicht wie möglich schleppen. Schließlich ist Neuseeland ein sehr hügeliges Land und im Lauf der 3000 km werden immerhin rund 30000 Höhenmeter zusammenkommen. Verschärft wird das noch dadurch, dass auch immer wieder Abschnitte auf schwierigen Wegen anstehen, die dann auch mal besonders steil sein können. Die Route führt uns immer wieder durch Gebiete, die abseits bewohnter Orte oder sogar richtiger Straßen und somit weit entfernt vom nächsten Hotel liegen. Somit sind wir zumindest teilweise aufs Campen angewiesen und müssen also Zelt, Schlafsäcke, Matten usw. dabei haben.
Reisen mit absolutem Minimalgepäck relativiert sich ohnehin durch das Baby. Es muss sichergestellt sein, dass immer zum Wetter passende und trockene Kleidung für Karl vorhanden ist. Auf manche spezifische Extraausrüstung wie die Babytrage lässt sich kaum verzichten und nur von Kraftriegeln und Tankstellennahrung zu leben kommt für den kleinen Mann auch nicht infrage, weshalb Gaskocher und Kochgeschirr ebenfalls nicht zu Hause bleiben können. Windeln reichen zwar 2-3 pro Tag aus, man kauft sie aber in Packungen von 30 Stück und bekommt auch nicht täglich die Möglichkeit dazu.


Mandys Kleidung, Radausrüstung sowie natürlich Schlafsack und Matte. Auch Karls Gepäck ist größtenteils an Mandys Rad verstaut.
Weil wir auch regelmäßig Pausentage einlegen werden, an denen wir mal nicht in Fahrradkleidung rumlaufen möchten, ist noch etwas Freizeitkleidung dabei. Und auf ein klein wenig Luxus wollen wir selbst fernab der Zivilisation nicht verzichten und haben deshalb Ausrüstung zum Kaffeekochen eingepackt.
Bei neu angeschaffter Ausrüstung haben wir versucht, möglichst konsequent auf geringes Gewicht zu achten. Alles zusammen genommen kommen trotzdem – zusätzlich zum Gewicht der Räder – ungefähr 29 kg Gepäck zusammen, die auf zwei Fahrräder und den Anhänger verteilt werden müssen. Dazu kommen Wasser, Proviant für zwei Tage und natürlich der Passagier im Singetrailer, der trotz seines zarten Alters schon ein stattliches Gewicht von fast 12 kg erreicht hat.

Gepäck für Lukas’ Rad und den Anhänger: zur Rad- und Freizeitkleidung kommen Zelt, Koch- und Essgeschirr, Werkzeug und Ersatzteile, Erste-Hilfe-Set sowie Powerbank, Kabel etc. – und Baby Karl muss natürlich auch irgendwo sitzen.
Hier eine (unvollständige) Liste unseres Gepäcks:
Für die Eltern …
2 Fahrradoutfits
Helm
Fahrradschuhe (Adidas Velosamba ist gleichzeitig ein bequemer Freizeitschuh)
Regen- und Windjacke
wasserdichte Überschuhe
Handschuhe
2 T-Shirts
Warmer Pullover
Shorts
Unterwäsche und Socken
Mikrofaserhandtuch
Sonnenschutz
Leichter Schlafsack
Isomatte
Zahnbürste
Seife
… fürs Baby …
Kleidung
Wasserdichter Anzug und Schuhe
Spucktücher
Waschlappen
Isomatte
Schlafsack
Windeln
Feuchttücher
Pflegecreme
Lätzchen
Trinkflaschen
Schnuller
Babytrage
Sonnenschutz
Kindersonnencreme
Mütze
Spielzeug
… und für alle:
Zelt
Kocher und Benzin
Koch- und Essgeschirr
Trinkbecher
Aeropress
viel viel Sonnencreme
Blackroll
Werkzeug und Ersatzteile
Erste-Hife-Set
Reiseapotheke
Drohne, Ersatzakku
Handys, Kabel, Powerbank


Fertig und vollständig bepackte Räder vor unserer Gepäckprobefahrt: Mandy fährt mit Lenkertasche, großer Rahmentasche und Arschrakete. Letztere fehlt bei Lukas, dafür ist der Singletrailer an der Deichsel und dem selbstkonstruierten Gepäckträger noch mit Packsäcken bestückt.
Mehr Bilder und Videos gibt es wie immer hier: www.instagram.com/bikepackingfamily.cc
bikepackingfamily.cc
Lukas