Ich packe meinen Koffer …

Nur noch ein Tag, bevor die große Reise beginnt!

Seit einigen Wochen schon haben sich in der Wohnung mehrere Haufen immer weiter aufgetürmt, auf denen wir Ausrüstung zusammengetragen haben, die mit auf die große Reise muss. Nun aber schaut es seit ein paar Tagen aus, als ob ein Umzug vorbereitet würde. Und ganz so verkehrt ist das ja auch nicht, immerhin werden wir über ein Vierteljahr nicht mehr hier sein. Gestern und heute waren Tage, die geprägt waren von Einpacken, Puzzeln, Auspacken, Rearrangieren und erneutem Einpacken. Tetris auf höchstem Niveau.

Die Einreisebehörde in Neuseeland ist ziemlich streng bezüglich Biosicherheit, um zu verhindern, dass zum Beispiel mit Dreckresten an der Ausrüstung Samen oder Eier von invasiven Arten eingeschleppt werden. Am Flughafen bei der Ankunft wird alles ziemlich gründlich inspiziert, daher haben wir erstmal alle unsere Ausrüstung ausgiebig geschrubbt und geputzt.

Nachdem alles getrocknet war, galt es zuerst, den Singletrailer vorzubereiten. Da er einen fest verschweißten Rahmen besitzt und sich somit nicht klein falten lässt, kann er auch nicht in einen Koffer oder eine Kiste verpackt werden. Wir haben ihn daher einfach komplett zum Reisekoffer umfunktioniert. Laufrad, Deichsel, Federung und alles, was außen befestigt ist, wurde demontiert, im Inneren des Rahmens untergebracht und der Innenraum mit Kleidung, Campingequipment usw. ausgestopft. So ist ein Großteil unserer Ausrüstung bereits verstaut.

Für eines der Fahrräder haben wir einen Transportkoffer, in dem es sicher auf die Reise gehen kann. Sattel und Lenker mussten abgeschraubt und am Rahmen befestigt werden, die Laufräder kommen in separate Seitenfächer. Das andere Rad reist in einer Kiste, in der ein großer Fahrradversandhändler seine Räder ausliefert. Diese kommt auch mit einem einigermaßen ausgeklügelten System von Abstandhaltern und Füllmaterial, sodass auch hier nichts wackelt und alles sicher verpackt ist. Hohlräume in Koffer und Kiste lassen sich wunderbar nutzen, um auch hier noch ein bisschen Gepäck unterzubringen, zum Beispiel die Helme, die recht viel Platz brauchen.

Baby Karl hilft auch fleißig mit und übt seine Fahrradmechaniker-Skills. Unser fast vollständig gepacktes Gepäck: Die Fahrräder (einmal im Koffer, einmal in der Pappkiste), eine große Reisetasche und der zum Koffer umfunktionierte Singletrailer.

Schließlich war eigentlich nur noch Kleidung übrig, die schnell zusammengesucht und in der großen Reisetasche verstaut war. Baby Karl hat alle diese merkwürdigen Aktivitäten gespannt verfolgt und auch fleißig mitgeholfen. Leider sind seine Vorstellungen von Ordnung nicht immer die gleichen wie unsere und wie viele Kinder in seinem Alter liebt er es, Kisten, Schubladen und Koffer Stück für Stück auszuräumen.

Die Stunden sind gezählt, bevor es endlich losgeht.

Das eingepackte Fahrrad ist kaum noch sichtbar. Alle Zwischenräume sind mit Equipment ausgestopft – Im Rahmen klemmt der Helm, Schuhe und unser Zelt verstärken den Boden und das Laufrad gehört eigentlich zum Anhänger.

Mehr Bilder und Videos gibt es wie immer hier: www.instagram.com/bikepackingfamily.cc

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Lukas