Topfeben nach Hobbiton und durch das Land der Milchkühe
Ab heute führt unser Weg weg von der Küste und durchs Inland der Nordinsel. Zunächst mussten wir von unserer letzten Unterkunft, die ein bisschen abseits der eigentlichen Route lag, erstmal wieder zurück auf unsere eigentliche Strecke finden, was sich aber letztlich als Glücksfall entpuppte, denn ein langer Abschnitt des Radwegs ist momentan wegen Sturmschäden und Bauarbeiten gesperrt und so konnten wir ganz nebenbei eine stark befahrene Hauptstraße umgehen. Wieder auf die Hauptroute und den (hier auch vernünftig fahrbaren) Rail Trail kamen wir im Örtchen Paeroa. Von dort kommt die Limo L&P (Lemon&Paeroa), bekannt und Kult in Neuseeland („World famous in New Zealand“). Haben wir probiert, schmeckt wie fast jede Limo in erster Linie nach zu viel Zucker.


World famous in New Zealand: zuckersüße Limo. Meilenstein #6: Kühe im Waikato District. Nicht schwer zu finden, so weit das Auge wenig Anderes zu sehen.
Höhenmeter gibt es hier im nördlichen Waikato District so gut wie keine, dafür unendlich viele Milchkühe. Auf dem Rail Trail ging es noch ziemlich staubige 30 Kilometer weiter nach Te Aroha. In diesem Ort gibt es Thermalquellen und wir waren froh, am Abend auf dem Campingplatz die Fahrräder waschen und selbst im Hot Pool entspannen zu können.
Tag 12 – 53 km – 32 Hm

Aotearoa, das Land der langen weißen Wolke
Auch noch am nächsten Tag ging es flach auf der alten Bahntrasse weiter, heute etwas weniger staubig. Ziemlich ereignislos ging es am Vormittag zügig voran, wir wähnten uns ein bisschen in Norddeutschland: flaches Land, Eichen am Straßenrand und überall gefleckte Kühe. Zur Mittagspause waren wir in Matama. In der Nähe dieser Stadt wurden die Szenen im Auenland in der Verfilmung von Der Herr der Ringe gedreht, für ein hohes Eintrittsgeld kann man die Hobbithöhlen und alle originalen Filmkulissen besichtigen.


Willkommen im Auenland: In Matamata kann man das originale Filmset von Der Herr der Ringe besichtigen. Oder nur die Touristeninformation, Meilenstein #7.
Wir haben uns mit einem Foto vor der ebenfalls wie aus dem berühmten Film gestalteten Touristeninformation begnügt, denn wir wollten heute zeitig am Tagesziel ankommen: als Schmankerl zu Weihnachten kehrten wir heute im Okoroire Hot Springs Hotel ein. Dieses verfügt über eigene Thermalquellen, idyllisch mitten in der Natur und neben einem Wasserfall gelegen und äußerst liebevoll gestaltet. Hier konnten wir also noch den größten Teil des Nachmittags verbringen und hatten alle drei viel Spaß in den Hot Pools. Abends mussten wir mit Schrecken feststellen, dass wir in der Mittagspause vergessen hatten, wie geplant Windeln einzukaufen – der nächste Ort mit Geschäft war ziemlich weit weg. So wurden Nacht und nächster Vormittag zu einem riskanten Glücksspiel mit den letzten beiden Windeln. Es ist alles gut gegangen und durch unseren freundlichen Abholservice kamen wir schon vor dem Mittagessen in Rotorua an, wo wir drei Tage Weihnachtspause einlegen. Die Fahrräder konnten wir im Hotel lassen und werden voraussichtlich am zweiten Weihnachtsfeiertag von dort aus die Reise fortsetzen.


Idyllisch: Im Busch versteckt, liebevoll hergerichtet mit Blick auf einen Wasserfall liegen die Hot Pools von Okoroire.
Tag 13 – 55 km – 152 Hm
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Sieht schon gar nicht mehr ganz klein aus: bis Weihnachten haben wir schon fast 700 km zurückgelegt.
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